Kinder an der GmbH beteiligen: Wie Sie Anteile in Stufen übertragen, Freibeträge nutzen und trotzdem die Kontrolle behalten
Wer Kinder früh an der eigenen GmbH oder Holding beteiligt, kann Freibeträge mehrfach nutzen und künftige Wertsteigerungen bereits bei der nächsten Generation entstehen lassen. Die eigentliche Frage ist eine andere: Wie geben Sie Eigentum ab, ohne die Steuerung Ihres Unternehmens und Ihres Vermögens aus der Hand zu geben?
- Jedes Kind kann von jedem Elternteil alle zehn Jahre 400.000 Euro steuerfrei erhalten, bei zwei Eltern und zwei Kindern sind das 1,6 Millionen Euro je Zeitraum.
- Im vereinfachten Rechenbeispiel lässt sich eine Familienholding im Wert von 3 Millionen Euro in zwei Stufen steuerfrei übertragen, während ein ungeplanter Erbfall mit Berliner Testament rund 608.000 Euro Steuer auslösen würde.
- Kontrolle bleibt über Stimmrechtsregeln, Geschäftsführung, Vorbehaltsnießbrauch und vertragliche Rückforderungsrechte erhalten, wobei ein Rückfall die Schenkungsteuer rückwirkend entfallen lässt.
- Bei minderjährigen Kindern braucht die Schenkung in der Regel einen Ergänzungspfleger und häufig die Genehmigung des Familiengerichts, was mehrere Monate dauern kann.
Kinder an der GmbH zu beteiligen, ist für viele Unternehmer ein Gedanke für später. Steuerlich ist es eine Frage für jetzt. Die Freibeträge für Schenkungen gelten alle zehn Jahre neu, und jede Wertsteigerung, die nach einer Übertragung entsteht, wächst bereits beim Kind. Wer früh beginnt, kann diese Fristen mehrfach nutzen. Wer erst kurz vor dem Ruhestand anfängt, hat oft nur noch einen Zeitraum.
Ich habe Unternehmer erlebt, die ihre Kinder frühzeitig einbinden wollten und gleichzeitig verhindern wollten, dass Vermögen unkontrolliert abgegeben wird. Beides lässt sich verbinden, wenn die Reihenfolge stimmt: erst die Struktur, dann die Verträge, dann die Übertragung in Stufen. Dieser Beitrag zeigt die Wege, rechnet die Freibeträge über 20 Jahre durch und ordnet die Instrumente, mit denen Eltern die Steuerung behalten.
Wie kann man Kinder an einer GmbH beteiligen?
Der übliche Weg ist die Schenkung bestehender Geschäftsanteile durch notariellen Vertrag. Alternativ können Kinder bei einer Kapitalerhöhung neue Anteile übernehmen oder an einer Familienholding beteiligt werden, die ihrerseits die operative GmbH hält. Der Gesellschaftsvertrag kann vorsehen, dass die Gesellschaft der Abtretung zustimmen muss. Bei Minderjährigen kommen familienrechtliche Anforderungen hinzu.
Die Abtretung von GmbH-Anteilen ist nur mit notariell beurkundetem Vertrag wirksam. Gleichzeitig lohnt ein Blick in den Gesellschaftsvertrag: Viele Satzungen binden Abtretungen an die Zustimmung der Gesellschaft oder der Mitgesellschafter, enthalten Vorkaufsrechte oder regeln, was beim Tod eines Gesellschafters geschieht. Bevor Kinder Gesellschafter werden, sollte die Satzung so gefasst sein, dass sie auch mit mehreren Familienmitgliedern funktioniert, zum Beispiel mit Regeln für Einziehung, Abfindung und Nachfolge.
Eine Kapitalerhöhung ist der zweite Weg. Die Kinder übernehmen neue Anteile und zahlen die Einlage, oft mit Geld, das ihnen die Eltern vorher geschenkt haben. Das verändert die Quoten, ohne dass Eltern Anteile abgeben, ist aber steuerlich nicht neutral: Werden die neuen Anteile unter ihrem Wert ausgegeben, kann darin eine Schenkung der Altgesellschafter an die Kinder liegen. Ob dieser Weg einfacher ist als die direkte Abtretung, hängt von Satzung, Bewertung und Haftungsfragen ab und gehört in die Abstimmung mit dem Steuerberater.
Für die Erbschaft- und Schenkungsteuer zählt eine Schwelle, die bei einer Übertragung in Stufen leicht übersehen wird. Die Verschonung für Anteile an einer Kapitalgesellschaft setzt voraus, dass der Schenker zum Zeitpunkt der Schenkung unmittelbar zu mehr als 25 Prozent beteiligt ist. Wer in mehreren Etappen abgibt, kann bei der letzten Stufe unter diese Grenze rutschen. Eine Poolvereinbarung, die Verfügungen und Stimmrechte der Familie bindet, kann das auffangen. Wie die Verschonung im Detail funktioniert, zeigt der Beitrag zur Erbschaftsteuer auf Betriebsvermögen.
Wie viel lässt sich über 20 Jahre steuerfrei übertragen?
Jedes Kind hat gegenüber jedem Elternteil einen Freibetrag von 400.000 Euro, der alle zehn Jahre neu genutzt werden kann. Bei zwei Eltern und zwei Kindern sind das 1,6 Millionen Euro je Zehnjahreszeitraum. Wer im ersten und im elften Jahr überträgt, nutzt innerhalb von gut zehn Jahren 3,2 Millionen Euro und hat nach 20 Jahren einen dritten Zeitraum.
Vereinfacht: vermögensverwaltende Holding ohne Verschonung, keine Wertentwicklung, keine Vorschenkungen, kein Zugewinnausgleich, keine weiteren Freibeträge und keine Ermäßigung für den mehrfachen Erwerb desselben Vermögens. Die Zahlen sind Annahmen. Mit Wertsteigerungen wird der Abstand zugunsten der frühen Übertragung größer.
Die Rechnung unterschätzt den Vorteil eher. In der Realität wächst die Holding, und jeder Zuwachs nach der ersten Stufe entsteht bereits zu 53 Prozent bei den Kindern, ohne dass er später noch einmal übertragen werden muss. Ein Vorbehaltsnießbrauch, bei dem die Eltern die Gewinnausschüttungen behalten, senkt zudem den steuerlichen Wert jeder Stufe, sodass derselbe Freibetrag einen größeren Anteil abdeckt.
Für die Fristen gilt eine einfache Regel: Alle Schenkungen von derselben Person an dasselbe Kind innerhalb von zehn Jahren werden zusammengerechnet. Wer im ersten Jahr 400.000 Euro schenkt und im fünften Jahr weitere 100.000 Euro, hat den Freibetrag um 100.000 Euro überschritten. Jede Schenkung muss dem Finanzamt angezeigt werden, auch wenn keine Steuer anfällt; bei notariell beurkundeten Verträgen übernimmt das in der Regel der Notar. Ein Kalender mit den Stichtagen jeder Stufe gehört deshalb zu jeder Übertragungsplanung.
Der Vergleich zeigt auch, was das Berliner Testament kostet. Weil die Kinder im ersten Erbfall nichts erhalten, verfallen ihre Freibeträge gegenüber dem zuerst verstorbenen Elternteil. Das Vermögen kommt dann im zweiten Erbfall gebündelt von einem Elternteil. Wie Testament und Gesellschaftsvertrag aufeinander abgestimmt werden, behandelt der Beitrag zum Unternehmertestament. Den größeren Rahmen, warum Zeit in der Übertragung der eigentliche Hebel ist, beschreibt der Beitrag zur Generationenplanung.
Wie behalten Eltern die Kontrolle über die GmbH?
Über vier Hebel: die Verteilung der Stimmrechte, die Geschäftsführung, einen vorbehaltenen Nießbrauch an den Gewinnen und vertragliche Rückforderungsrechte. Eltern können Anteile verschenken und trotzdem über die Mehrheit der Stimmen, die Geschäftsführung oder Zustimmungsvorbehalte die Entscheidungen treffen. Rückforderungsrechte sichern für Fälle wie Insolvenz, Scheidung oder Vorversterben des Kindes ab.
| Instrument | Was es regelt | Worauf zu achten ist |
|---|---|---|
| Stimmrechtsregeln | Mehrheit bei den Eltern, etwa über Anteile mit Mehrstimmrecht oder stimmrechtslose Anteile der Kinder | Gesellschaftsvertrag muss es vorsehen, Verschonung und Poolregeln prüfen |
| Geschäftsführung | Eltern bleiben Geschäftsführer, unabhängig von der Beteiligung | Abberufungsregeln und Zustimmungskatalog im Vertrag |
| Vorbehaltsnießbrauch | Gewinnausschüttungen bleiben bei den Eltern | Kapitalwert mindert die Schenkungsteuer, Stimmrechte gesondert regeln |
| Rückforderungsrecht | Rückfall bei Insolvenz, Scheidung, Vorversterben oder Verfügung ohne Zustimmung | Schenkungsteuer erlischt bei Rückforderung rückwirkend |
| Verfügungsbeschränkung | Kinder dürfen Anteile nur mit Zustimmung abtreten oder belasten | auch im Gesellschaftsvertrag verankern |
Diese Instrumente wirken nur zusammen. Ein Nießbrauch ohne Regelung der Stimmrechte lässt offen, wer in der Gesellschafterversammlung entscheidet. Ein Rückforderungsrecht ohne passende Satzung nützt wenig, wenn die Mitgesellschafter einer Rückübertragung nicht zustimmen. Wer zu viel zurückbehält, riskiert zudem, dass die Schenkung steuerlich nicht anerkannt wird oder Begünstigungen entfallen. Die Balance gehört deshalb in einen Vertrag, den Notar und Steuerberater gemeinsam vorbereiten.
Ein Rückforderungsgrund wird besonders häufig diskutiert: die Ehe des Kindes. Wertsteigerungen von Anteilen, die ein Kind während seiner Ehe hält, können in einen Zugewinnausgleich fallen, wenn nichts anderes vereinbart ist. Viele Gesellschaftsverträge verlangen deshalb, dass Gesellschafter einen Ehevertrag schließen, der die Beteiligung herausnimmt. Welche Formen dafür in Frage kommen, ordnet der Beitrag zum Ehevertrag für Unternehmer.
Eigentum abzugeben heißt nicht, die Steuerung abzugeben. Es heißt, die Regeln für die Steuerung aufzuschreiben, bevor man sie braucht.
Was gilt bei minderjährigen Kindern als Gesellschafter?
Schenken die Eltern selbst, können sie ihr minderjähriges Kind bei diesem Vertrag in der Regel nicht vertreten. Dann bestellt das Familiengericht einen Ergänzungspfleger. Zusätzlich ist für den Erwerb von Anteilen an einer GmbH, die ein Erwerbsgeschäft betreibt, häufig eine familiengerichtliche Genehmigung nötig. Die Einzelheiten sind umstritten und sollten vorab mit Notar und Gericht geklärt werden.
Hinter der Vorsicht steht der Schutz des Kindes. Eine GmbH-Beteiligung ist nicht in jedem Fall nur ein Vorteil, weil mit Anteilen unter Umständen Pflichten verbunden sind, etwa wenn Einlagen nicht voll erbracht sind. Das Gericht prüft deshalb, ob der Erwerb dem Wohl des Kindes entspricht. Bei mehreren Kindern wird in der Regel für jedes Kind ein eigener Pfleger bestellt. In der Praxis kann das Verfahren mehrere Monate dauern, was bei einer geplanten Stufe vor einem Stichtag einzurechnen ist.
Auch nach der Schenkung bleibt das Thema. Bei späteren Gesellschafterbeschlüssen, an denen die Eltern selbst beteiligt sind, oder bei Änderungen des Gesellschaftsvertrags kann erneut ein Pfleger oder eine Genehmigung nötig sein. Eine Familienholding mit klaren Stimmrechtsregeln, in der die Kinder zunächst stimmrechtslose oder minderheitliche Anteile halten, kann diese Abläufe vereinfachen. Mit der Volljährigkeit entfallen die Anforderungen, und das Kind übt seine Rechte selbst aus.
Ein Sonderfall verdient Beachtung: Stirbt ein Kind vor den Eltern und fallen die geschenkten Anteile an sie zurück, ist dieser Rückfall von Todes wegen steuerfrei. Ohne Regelung können die Anteile aber auch an den Ehepartner oder die Kinder des verstorbenen Kindes gehen. Ein vertragliches Rückforderungsrecht für das Vorversterben und eine passende Nachfolgeklausel im Gesellschaftsvertrag sorgen dafür, dass die Anteile in der gewünschten Linie bleiben.
Operative GmbH oder Familienholding: Wo werden die Kinder beteiligt?
In vielen Fällen über eine Familienholding. Sie hält die operative GmbH und das freie Kapital, sodass Kinder an beidem teilhaben, ohne in die operative Gesellschaft einzutreten. Das schützt die Geschäftsführung vor familiären Abstimmungen und bündelt die Stimmrechte. Eine direkte Beteiligung an der operativen GmbH ist einfacher, bindet die Kinder aber unmittelbar an das Geschäft.
Die Holding hat einen weiteren Vorteil: Sie trennt Unternehmen und Vermögen. Kinder, die später nicht in das Unternehmen eintreten wollen, können am angelegten Kapital beteiligt bleiben, während das Kind, das übernimmt, die operative Verantwortung trägt. Ohne eine solche Trennung muss ein Ausgleich zwischen Geschwistern aus Vermögen außerhalb des Unternehmens finanziert werden, und das ist oft nicht vorhanden. Wie eine Holding über eine bestehende GmbH kommt, zeigt der Beitrag Holding nachträglich gründen.
Steuerlich ist dabei ein Punkt zu beachten. Eine Holding, die im Wesentlichen nur Wertpapiere und vermietete Immobilien hält, ist für die Erbschaftsteuer in der Regel nicht wie ein Unternehmen begünstigt. Dort tragen allein die Freibeträge, und genau deshalb lohnt die frühe Übertragung in Stufen. Liegt dagegen die operative GmbH unter der Holding, kann für diesen Teil die Verschonung greifen. Wie mehrere Familienmitglieder in einer Holding zusammenwirken und welche Schwellen dabei zählen, beschreibt der Beitrag zur Holding bei mehreren Gesellschaftern.
Welche laufenden Folgen hat die Beteiligung der Kinder?
Schüttet die Gesellschaft Gewinne aus, erhalten die Kinder ihren Anteil und versteuern ihn selbst, in der Regel mit Abgeltungsteuer. Jedes Kind hat einen Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro, bei niedrigem Einkommen kann die Günstigerprüfung die Steuer weiter senken. Behalten die Eltern per Nießbrauch die Ausschüttungen, bleibt das Einkommen je nach Ausgestaltung bei ihnen. Thesaurierte Gewinne steigern den Wert aller Anteile.
Für die Familie ist das ein Gestaltungsspielraum, aber kein Selbstzweck. Ausschüttungen an Kinder sollten deren Bedarf folgen, etwa für Ausbildung oder den Start in den Beruf, und nicht der Steuer allein. Wer Gewinne in der Holding behält, baut Vermögen auf der Ebene auf, an der die Kinder bereits beteiligt sind. Welche Logik hinter der Entscheidung zwischen Behalten und Ausschütten steht, erklärt der Beitrag Gewinn thesaurieren oder ausschütten.
Für den Ablauf einer Übertragung in Stufen hat sich in der Arbeit mit meinen Mandanten eine Reihenfolge bewährt:
- Zielbild klären: Wer soll welche Rolle haben, wer führt, wer ist nur beteiligt?
- Struktur ordnen: Holding und Gesellschaftsvertrag so fassen, dass mehrere Familienmitglieder als Gesellschafter funktionieren.
- Bewertung ermitteln: Welchen Steuerwert haben die Anteile heute, und wie entwickelt er sich voraussichtlich?
- Erste Stufe planen: Anteile, Nießbrauch, Stimmrechte und Rückforderungsrechte in einem notariellen Vertrag regeln.
- Bei Minderjährigen Pfleger und Genehmigung frühzeitig beantragen.
- Zehnjahresfristen im Kalender führen und die nächste Stufe vorbereiten, bevor die Frist abläuft.
Die Reihenfolge folgt einer einfachen Logik: Zuerst wird festgelegt, was die Familie erreichen will, danach werden die Verträge darauf ausgerichtet. Den gedanklichen Rahmen dafür liefert der Beitrag zur Generationenplanung und Vermögensübertragung.
Häufige Fragen
Ab welchem Alter können Kinder Gesellschafter einer GmbH werden?
Ein Mindestalter gibt es nicht. Auch Kleinkinder können Geschäftsanteile halten. Solange sie minderjährig sind, handeln für sie die Eltern oder, wenn die Eltern selbst beteiligt sind, ein Ergänzungspfleger, und für bestimmte Geschäfte ist eine Genehmigung des Familiengerichts nötig. Steuerlich kann eine frühe Beteiligung sinnvoll sein, weil die Zehnjahresfristen früher zu laufen beginnen und Wertsteigerungen schon beim Kind entstehen.
Muss ich Schenkungsteuer zahlen, wenn ich meinem Kind GmbH-Anteile schenke?
Nur, soweit der Wert der Anteile zusammen mit anderen Schenkungen der letzten zehn Jahre den Freibetrag von 400.000 Euro übersteigt. Für Anteile an einer operativen Gesellschaft kann zusätzlich die Verschonung für Betriebsvermögen greifen, wenn der Schenker zu mehr als 25 Prozent beteiligt ist. Die Schenkung muss dem Finanzamt angezeigt werden, auch wenn keine Steuer anfällt.
Kann ich eine Schenkung von GmbH-Anteilen rückgängig machen?
Nur, wenn Sie es vertraglich vereinbart haben. Ohne Vereinbarung ist eine Schenkung grundsätzlich endgültig, abgesehen von engen gesetzlichen Ausnahmen wie grobem Undank oder Verarmung des Schenkers. Üblich sind deshalb Rückforderungsrechte für genau beschriebene Fälle. Wird ein Anteil aufgrund eines solchen Rechts zurückgegeben, erlischt die Schenkungsteuer insoweit rückwirkend.
Was ist ein Nießbrauch an GmbH-Anteilen?
Beim Vorbehaltsnießbrauch überträgt der Schenker das Eigentum am Anteil, behält aber das Recht auf die Gewinnausschüttungen. Der Kapitalwert dieses Rechts wird vom Wert der Schenkung abgezogen, wodurch die Schenkungsteuer sinkt. Wer in der Gesellschafterversammlung abstimmt, muss gesondert geregelt werden. Ob die Ausschüttungen steuerlich dem Nießbraucher zugerechnet werden, hängt von der Ausgestaltung ab und sollte vorab geprüft werden.
Brauche ich für die Schenkung an mein minderjähriges Kind einen Notar?
Ja. Die Abtretung von GmbH-Anteilen ist nur mit notariell beurkundetem Vertrag wirksam, unabhängig vom Alter des Kindes. Bei Minderjährigen kommen in der Regel ein Ergänzungspfleger und häufig eine Genehmigung des Familiengerichts hinzu. Der Notar wirkt zudem an der Anzeige gegenüber dem Finanzamt und der Aktualisierung der Gesellschafterliste mit.
Lohnt sich eine Familienholding für Kinder schon bei kleineren Vermögen?
Das hängt vom Ziel ab. Eine Holding verursacht laufende Kosten für Buchhaltung und Jahresabschluss und lohnt sich vor allem, wenn regelmäßig Gewinne entstehen, die nicht privat gebraucht werden. Als Instrument für die Nachfolge entfaltet sie ihren Vorteil, wenn Anteile über mehrere Zehnjahreszeiträume übertragen werden sollen und mehrere Kinder beteiligt sind. Bei kleineren Vermögen reichen oft direkte Schenkungen.


